Unser Weg zur Paarbegleitung

Unsere Motivation, Paare zu begleiten, speist sich aus unserer eigenen Geschichte – mit all ihren Brüchen und ihrem Glück. Wir kennen beide das Scheitern einer Ehe, die erlebte Sprachlosigkeit, wenn Worte nicht mehr zueinander finden. Wir wissen, wie schwer es sein kann, über das zu sprechen, was wirklich wichtig ist – mit dem Partner, aber auch mit den Kindern. Wir haben erlebt, wie Schuldgefühle sich zwischen Menschen schieben und wie herausfordernd es ist, sie zu kommunizieren, ohne dass sie zur Last werden.

Gleichzeitig haben wir das große Glück, heute eine erfüllte Partnerschaft leben zu können – auch wenn sie manchmal anstrengend ist. Wir haben gelernt, dass es möglich ist, einen Partner zu haben, der wirklich zuhört und verstehen will. Dass man sich auch über sexuelle Wünsche und Bedürfnisse austauschen kann, ohne Scham oder Angst vor Zurückweisung. Dass es in den Unmöglichkeiten oft doch Möglichkeiten gibt, wenn man bereit ist, hinzuschauen.

Was uns trägt, sind Ehrlichkeit und Transparenz als unsere wichtigsten Werte. Wir haben gelernt, nach Abbrüchen und Distanz immer wieder Nähe zu finden – indem wir dem anderen auch unangenehme Wahrheiten zumuten und sie gemeinsam aushalten. Wir arbeiten zusammen, weil wir gemeinsame Ziele und Perspektiven entwickelt haben, auch wenn wir von völlig verschiedenen Seiten kommen. Unsere Beziehung lebt von tiefen Auseinandersetzungen und Begegnungen mit Menschen in allen Lebensbereichen – in Freundschaften, bei der Arbeit, mit der eigenen Familie und natürlich uns selbst!

Genau diese Erfahrungen machen uns zu den Begleitern, die wir heute sind. Wir wissen, dass Beziehungen Arbeit bedeuten – und dass sie es wert sind. 

 

Warum als Paar?

In unserem eigenen Miteinander haben wir immer wieder erlebt, wie unterschiedlich Männer und Frauen denken und fühlen – dass teilweise andere Worte benutzt, Emotionen unterschiedlich bewertet werden und die Sprache oft wenig Ich-Botschaften, sondern häufig Vorwürfe enthält. Wir kennen das Phänomen, dass ein Partner bei dieser Art der Kommunikation sofort aussteigt und nicht mehr zuhören kann-ja eine Art Schutzdistanz aufbaut.

Da wir über Jahre viele dieser Muster selbst bei uns beobachtet haben, können wir heute schneller erkennen, wo ein Paar sich gerade befindet. Wir helfen dabei, weniger konstruktive Ansätze umzuwandeln und klarer heraus zu finden, worum es in der Krise eigentlich geht. Nicht immer liegen die Ursachen eines bestehenden Konfliktes da, wo sie erscheinen.

Als Paar zu begleiten bedeutet für uns, dass beide Perspektiven gleichzeitig im Raum sind und besprochen werden. Wir fungieren als Übersetzer zwischen beiden Polen, schaffen klare Strukturen und helfen dabei, Bedürfnisse und Lösungen auf einem effizienten Weg zusammenzubringen – weil wir wissen, wie wichtig es ist, dass sich jeder gehört und gesehen fühlt.